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Über Plasma

Die wichtigsten Produkte aus Plasma

Humanes Plasma ist das Ausgangsmaterial für viele essenzielle Wirkstoffe, um lebensrettende oder lebenserhaltende Arzneimittel für Patienten herstellen zu können. Über 80% aller Österreicher sind mindestens einmal in ihrem Leben auf Medikamente aus Blutplasma angewiesen.

Die wichtigsten Produkte aus Plasma

Antikörper
(Immunoglobuline)

Bei Antikörper-Mangelzuständen und für diverse Immuntherapien

Albumin

bei schweren Verletzungen, Verbrennungen und Krebserkrankungen

Fibrinkleber

bei inneren Blutungen und bei großen Operationen

Fibrinogen

bei inneren Verletzungen und zum Wundverschluss

Gerinnungsfaktoren

helfen Menschen mit gestörtem Gerinnungssystem (Blutern) zu überleben

Zu den wichtigsten Einsatzbereichen der Plasmaprodukte zählen:

IMMUNGLOBULINE (ANTIKÖRPER)
Immunglobuline werden auch Antikörper genannt und sind Teil unseres Immunsystems. Die Funktion dieser Eiweiße ist es ist, verschiedene Krankheitserreger und Stoffe, die in unseren Körper eindringen, aufzuspüren und abzuwehren. Die Immunglobuline können dabei verschiedene körperfremde chemische Strukturen wie Bakterien, Viren, Gifte, Pollen und andere Allergene erkennen und unseren Organismus so vor Infektionen schützen.

Man unterscheidet zwischen primären (angeborenen) und sekundären (erworbenen) Antikörpermangelerkrankungen.

Immunglobuline helfen bei der Behandlung von Patienten:

  • mit lebensbedrohlichen Infektionen wie Tetanus, Tollwut oder Gehirnhaut-Entzündung durch Zeckenbiss
  • mit geschwächtem Immunsystem nach einer Krebserkrankung oder nach einer Knochenmarktransplantation
  • von Menschen mit einem angeborenen Antikörpermangel. Diese können mit Immunglobulin-Präparaten erfolgreich behandelt werden. (Derzeit leiden in Österreich ca. 1500 Personen an einem angeborenen Immundefekt.)
  • mit Schwangerschaftskomplikationen: unterschiedliche Rhesus-Faktoren von Vater und Mutter können zu Schwangerschaftskomplikationen führen. Ein Präparat aus Plasma verhindert die Rhesus-Sensibilisierung der Mutter
  • mit Autoimmun-Erkrankungen
  • mit schweren Entzündungen der Nerven oder innerer Organe
  • Neugeborene, die von Geburt an ein zu schwaches Immunsystem haben

ALBUMIN
wird in der Leber produziert. Es dient im Blut als Transportprotein und sorgt vor allem für die Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Drucks, der die Flüssigkeitsverteilung im Körper bestimmt. Die Albumine bilden mit 60 Prozent den größten Teil der im Blutplasma gelösten Proteine.

Albumin wird bei schweren Verletzungen, großflächigen Verbrennungen, auszehrenden Krebserkrankungen (z.B. nach Chemotherapien) und bei starken Blutverlusten eingesetzt, außerdem stabilisiert es den Blutkreislauf.

Albumin hilft bei der Behandlung dieser Patienten:

  • Patienten mit schweren Verletzungen und Verbrennungen
  • Krebspatienten mit auszehrenden Krebserkrankungen
  • Bypass-Operationen
  • Patienten mit Herz-Lungen Problemen
  • Schockpatienten

FIBRINOGEN
Fibrinogen ist der Vorläufer-Eiweißstoff von Fibrin, dem Hauptbestandteil des Blutgerinnsels. Es wird in der Leber produziert und spielt eine zentrale Rolle bei der Blutgerinnung.

Fibrinogen wird vor allem bei inneren Verletzungen und zum lokalen Wundverschluss eingesetzt. Auch gerissene Sehnen und Nervenstränge im neurochirurgischen Bereich lassen sich mit Fibrinkleber wieder verbinden.

Fibrinogen dient zur Behandlung von Patienten:

  • mit inneren Verletzungen (z.B. Leberriss) 
  • mit lokalem Wundverschluss  
  • mit gerissenen Sehnen und Nervensträngen im neurochirurgischen Bereich, diese lassen sich mit Fibrinkleber wieder verbinden

GERINNUNGSFAKTOREN
sind jene Proteinbestandteile des Blutes, die der Blutgerinnung dienen und zum Großteil in der Leber gebildet werden. Ohne sie würden wir bei der kleinsten Verletzung verbluten. Blutern (Hämophile) fehlt oft ein bestimmter Gerinnungsfaktor, wodurch der Körper Blutungen nicht kontrollieren kann. Die Folge können z. B. Gelenkschäden, in schweren Fällen Blutungen in lebenswichtigen Organen oder im Gehirn sein.
Eine lebenslange Behandlung mit Faktorenkonzentraten kann diesen Patienten ermöglichen, weitgehend ein normales Leben zu führen.

Gerinnungsfaktoren helfen zur Behandlung von:
Menschen mit Formen der angeborenen Bluterkrankheiten:

  • Hämophilie A (80% der Betroffenen) bei denen der Gerinnungsfaktor VIII fehlt oder in zu geringer Konzentration vorhanden ist
  • die seltenere Hämophilie B (20% der Betroffenen), die durch einen Faktor-IX Mangel entsteht
  • Von-Willebrand-Jürgens-Syndrom 

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