Einsatzbereiche

Proteine:
4 % Gerinnungsfaktoren
60 % Albumin
36 % Globuline

Blutplasma ist in der Chirurgie, in der Notfallmedizin und bei der Behandlung vieler schwerer Erkrankungen durch nichts zu ersetzen. Über 20 Proteine können zur Medikamentenherstellung isoliert werden. Deren Eigenschaften können gezielt medizinisch eingesetzt werden und zu lebenswichtigen Medikamenten weiterverarbeitet werden.

Zu den wichtigsten Plasmaprodukten zählen:

Albumin wird bei schweren Verletzungen, großflächigen Verbrennungen, auszehrenden Krebserkrankungen
(z.B. nach Chemotherapien) und bei starken Blutverlusten eingesetzt.

Immunglobuline dienen zur Behandlung

  • lebensbedrohlicher Infektionen wie Tetanus, Tollwut oder Gehirnhaut-Entzündung durch Zeckenbiss.
  • von Menschen mit einem angeborenen Antikörpermangel. Diese können mit Immunglobulin-Präparaten erfolgreich behandelt werden. (Derzeit leiden in Österreich ca. 1500 Personen an einem angeborenen Immundefekt.)
  • von Schwangerschaftskomplikationen. Unterschiedliche Rhesus-Faktoren von Vater und Mutter können zu Schwangerschaftskomplikationen führen. Ein Präparat aus Plasma verhindert die Rhesus-Sensibilisierung der Mutter.

Fibrinogen wird vor allem bei inneren Verletzungen und zum lokalen Wundverschluss eingesetzt.
Auch gerissene Sehnen und Nervenstränge im neurochirurgischen Bereich lassen sich mit Fibrinkleber wieder verbinden.

Gerinnungsfaktoren
Mit diesen für die Blutgerinnung zuständigen Proteinen (z.B. Faktor VIII) kann Blutern ein normales Leben ermöglicht werden. Eine lebenslange Behandlung mit Faktorenkonzentraten ist für diese Patienten jedoch unbedingt erforderlich.